Liège-Rome-Liège 2003
Ernste Minen wechseln ab mit benzingeschwängerten Fachdiskussionen, letzte Testfahrten überprüfen die Tachogenauigkeit, das belgische Fernsehen probt immer wieder die gleiche Fahrszene, Interviews werden gegeben, Streckerverläufe besprochen und Roadbooks markiert. Auch ich lasse mich von diesem Fieber anstecken, gehe vor jedem Oldtimer kamerabewaffnet auf die Knie und prüfe den Nasenriemen meines Morgans auf sicheren Sitz. Der kleine Schwarze findet das ziemlich albern, denn schließlich ist er gerade im besten Rennalter und sieht der morgigen Strecke von Lüttich nach Baden-Baden dementsprechend gelassen entgegen.
Das Licht wird langsam weniger und bevor ich noch mehr und völlig überflüssig an meinen Auto bastel, beende ich den Tag mit einem prüfenden Blick auf die ersten 160 Aufnahmen.
SAMSTAG, 21.06.03, LÜTTICH.
DER START.
"Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung" lautet der Titel eines bekannten Buches. Morgens um sechs in Lüttich ist die Welt hektisch, nervös und vor allem laut. Boliden brüllen, Schönheiten summen, Katzen schnurren, Spannung liegt in der Luft. An Frühstück ist nicht zu denken, denn alle wollen nur noch das Eine: ENDLICH LOS!
Der Veranstalter kennt seine Teilnehmer und trägt dieser Aufbruchstimmung mit einem Frühstücksbuffet am Startpunkt Rechnung.



